Unsere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte

Rainer Stüwe

Fraktionsvorsitzender
Vorsitzender der GIW
4. stellvertretender Bürgermeister

Ausschüsse und Verbände:

Mitglied im Sport-, Kultur und Fremdenverkehrsausschuss

Mitglied im Abwasserverband Steinachtal

Beirat Pflegeheim

Vertretung im Ausschuss für Technik und Umwelt

Vertretung im Verwaltungs- und Finanzausschuss

Vertretung im Umlegungsausschuss

Vertretung im Gruppenwasserversorgungsverband „Eichelberg“

 


Dimitrios Ciatipis

Ausschüsse und Verbände:

Mitglied im Ausschuss für Technik und Umwelt

Mitglied im Umlegungsausschuss

Vertretung im Gemeindeverwaltungsverband Schönau


Andrea Bäuerle

Ausschüsse und Verbände:

Mitglied im Verwaltungs- und Finanzausschuss

Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Schönau

Mitglied im Gruppenwasserversorgungsverband „Eichelberg“ 

Vertretung im Sport-, Kultur und Fremdenverkehrsausschuss

Vertretung im Abwasserverband Steinachtal

Vertretung Beirat Pflegeheim



DIE ARBEIT IM GEMEINDERAT: RÜCKBLICK

Außergewöhnliche Jahre liegen hinter uns. Der im Mai 2019 gewählte Gemeinderat konnte in den ersten Monaten noch wie gewöhnlich arbeiten. Dann fingen im März 2020 verrückte Zeiten an. Im ersten Corona-Lockdown erhielten die Gemeinderäte Passierscheine, um durch den Ort zu den Gemeinderatssitzungen zu kommen – in der ungeheizten Odenwaldhalle, auf Abstand jeder an einem eigenen Tisch.

In dieser schwierigen Zeit fand der Bürgerentscheid in Wilhelmsfeld statt zu dem heftig umstrittenen Plan, die Wiese unterhalb des Schriesheimer Hofes mit gewerblichen Einrichtungen zu bebauen. Die Diskussionen und Veranstaltungen zu dem Projekt waren wegen Corona nur unter erschwerten Bedingungen möglich und der Umfang der Information für die von der Bürgerinitiative und der GIW immer geforderten Bürgerbeteiligung nicht in dem gewünschten Maße möglich. Bekanntlich wurde das Projekt mehrheitlich durch die Bürgerschaft abgelehnt und der Beschluss des Gemeinderates gekippt. Die Bürgerinitiative hat sich damit durchgesetzt.

Im Frühjahr 2021 gab der Wilhelmsfelder Bürgermeister Christoph Oeldorf nach der Hälfte seiner Amtszeit bekannt, für das Amt des Schriesheimer Bürgermeisters zu kandidieren.
Bei der anstehenden Wahl des Nachfolgers von Christoph Oeldorf im April 2022 unterstützte die GIW als einzige Fraktion einen Kandidaten. Florian Streib feierte mit einem Ergebnis von nahe 30 % einen Achtungserfolg. Die Zusammenarbeit der GIW mit dem neu gewählten Bürgermeister Dr. Tobias Dangel ist dennoch von Offenheit und Vertrauen geprägt.

Ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte von Wilhelmsfeld waren die schnell aufeinander folgenden Schließungen der Krone, dem Schriesheimer Hof, von Post, Sparkasse, Metzgerei und Apotheke in den letzten beiden Jahren. Nach der Schließung des Schmitt-Edeka konnte immerhin der Lebensmittel-Laden wiederbelebt werden.
Die GIW hat sich eingesetzt für rechtzeitige Information, Beteiligung der Bürger und Transparenz der Verwaltung z.B. der Anwohner aller Straßen, deren Bau noch nicht abgerechnet wurde, wo also noch erhebliche Kosten auf die Anwohner zukommen. So können diese nun frühzeitig Rücklagen bilden.

Bereits aktuell wird die Planung für die rechtlich erstmalige Herstellung der Silbergasse als nächstes großes Projekt begonnen, um die oft desolaten Straßenzustände bei uns im Ort in Ordnung zu bringen. Diese Straße wird sicherlich nicht das einzige und auch nicht das letzte Projekt im Bereich Straßenbau sein, das der Gemeinderat in den kommenden fünf Jahren und darüber hinaus anstoßen muss. Hier werden auf Grund der angespannten Finanzen der Gemeinde vorrangig die Straßen hergestellt, für die noch keine oder zumindest nicht die vollständigen Erschließungsgebühren erhoben wurden.

Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden
Auf Antrag der Fraktion der GIW wurde ein be-trächtlicher jährlicher Haushaltsposten festgeschrieben für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäuden, die im Besitz der Gemeinde sind. Bereits jetzt befindet sich seit über 20 Jahren eine Anlage auf dem Schulgebäude und erwirtschaftet durch Stromeinspeisungen in das öffentliche Netz jährlich einen Ertrag von ca. 30.000 EUR zu den Gemeindefinanzen. Wir werden uns einsetzen für einen kontinuierlichen Ausbau und eine effektive und finanziell sinnvolle Eigen-Nutzung von selbst erzeugter Energie. Der Gemeinderat beschloss ab diesem Jahr einen Zuschuss zu Balkon-Photovoltaikanlagen für private Haushalte.

DIE ARBEIT IM GEMEINDERAT: AUSBLICK

In den vergangenen fünf Jahren hat der Gemeinderat unter oft sehr erschwerten Bedingungen gearbeitet. Die Fraktion der GIW konnte hierbei einige wichtige Akzente setzen. An diese Zusammenarbeit wollen wir anknüpfen. Unser Ziel wird es weiterhin sein, unser Wilhelmsfeld ökologisch, energetisch und miteinander nachhaltig weiter zu entwickeln.
Schwerpunkte unserer Arbeit wird es sein, die Infrastruktur unseres Ortes in schwierigen Haushaltsjahren möglichst effektiv zu erhalten und bei allen Projekten Ökologie und Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen. Die Transparenz des Vorgehens der Verwaltung und des Gemeinderates gegenüber der Bürgerschaft sowie die Bürgerbeteiligung sind zentrale Punkte, die uns in den vergangenen Jahrzehnten und auch in Zukunft wichtig waren und sind. Die sozialen Aspekte unseres Zusammenlebens von der Finanzierung der Kinderbetreuung bis zur Organisation der Seniorenarbeit, der sozialverträglichen Finanzierung bei Straßenerstellungen und die Unterstützung von Vereinen und Festen im Ort bleiben Schwerpunkte unserer Arbeit.

WAS STEHT IN DEN KOMMENDEN FÜNF JAHREN AN?

Wasser ist in Wilhelmsfeld auf Grund der topographischen Lage ein kostbares Gut. Jeder Tropfen muss aus der Rheinebene mit hohem energetischem Aufwand zu uns gepumpt werden. Die zahlreichen örtlichen Quellen sind bei weitem nicht ausreichend, um unseren Ort mit über 3.000 Einwohnern zu versorgen. Wir sind also angewiesen auf den Eichelbergverband, der Wasser aus der Rheinebene zu uns auf den Berg liefert. Das kostet! Die Lieferung erfordert Energie und den Unterhalt von großen und langen Trinkwasserleitungen. Im Ort ist der Unterhalt der Leitungen in oft schwierigen Untergründen, die Rohrbrüche hervorrufen können teuer – aber nicht zu umgehen. Daher die außerordentlich hohen Kosten für das Trinkwasser bei uns in Wilhelmsfeld.

Wir werden in den kommenden Jahren versuchen, die Allgemeinkosten im Eichelbergverband und Abwasserverband zu reduzieren. Wir stehen dafür ein, die Wasserkosten ständig im Blick zu haben, nach Einsparpotentialen zu suchen und das Beste zu versuchen, um die Kosten nicht noch weiter steigen zu lassen. Hinsichtlich der Behebung von Wasserverlusten durch schadhafte Leitungen in der Gemeindegemarkung sind wir in den letzten beiden Jahren auf einem guten Weg. Dennoch muss jedem in Wilhelmsfeld bewusst sein, dass die Wasserkosten auch weiterhin stark über den gewöhnlichen Preisen bleiben werden.

Die Finanzen der Kommunen in Baden-Württemberg sind entscheidend abhängig von Zuschüssen aus dem Landeshaushalt. Im Gegenzug sind durch die Gemeinden Beiträge an den Kreishaushalt zu leisten. Relevant ist hier einerseits die Einwohnerzahl der Gemeinde, aber auch die so genannte Steuerkraft, d.h. die tatsächlich gezahlten Einkommenssteuern. So hört es sich zunächst gut an für den kommunalen Haushalt, wenn die Zahl der Bürger steigt und damit auch die Zuweisungen.
Mit der Steigerung der Einwohnerzahl verbunden sind aber auch immer Steigerungen von Kosten. Dies betrifft die Erschließung von Baugebieten, Straßenbau, die Kreisumlage und die Betreuungskosten von Kindern. Die Erweiterung der Schule, die wegen der Pflicht einer zukünftigen Ganztagesschule ab 2026 notwendig wird, wird einen großen Teil des Gemeindehaushaltes beanspruchen.
Wir sehen Wilhelmsfeld als naturnahen Wohnort, der für eine gemischte Altersstruktur attraktiv sein soll. Die GIW ist daher äußerst vorsichtig bei der Zustimmung zu Maßnahmen, die die Zahl der Bürgerschaft deutlich erhöht. Dies soll nur durch innere Verdichtung geschehen.

Wir sahen in den vergangenen Jahren bereits den Verlust von Gaststätten, genauso wie die Schließung von Post, Sparkasse, Apotheke und Einzelhandel. Auch verschiedene Handwerksbetriebe haben Schwierigkeiten, Mitarbeiter oder Nachfolger in der Geschäftsführung zu finden. Wilhelmsfeld darf kein Schlafdorf im Speckgürtel von Heidelberg und Mannheim werden. Wir werden uns massiv darum bemühen, diese Infrastruktur zu erhalten und wieder aufzubauen. Hierzu werden kreative Ideen und sicherlich auch einige Haushaltsmittel notwendig sein. Wir sind dabei, hier Konzepte und Möglichkeiten zu entwickeln, sind aber selbstverständlich auch an Anregungen aus der Bürgerschaft interessiert. Gleiches gilt für die Unterstützung der Vereine und der Feste im Ort. Sie als Treffpunkte der Bürgerschaft sind unverzichtbar für das Zusammenleben. Jeder Euro an Unterstützung an diesen Stellen ist eine wichtige Investition in die Zukunft von Wilhelmsfeld.
So hat die GIW die Gemeinderatswahl unter dem Slogan „miteinander“ zusammengefasst. Nur miteinander werden wir die Probleme der Zukunft bewältigen können, schonender Umgang mit der Natur, verantwortungsvolle Verdichtung, Erneuerung der Infrastruktur und Stärkung von Gewerbe und Handel, Schaffung von Treffpunkten, in denen wir Einwohner uns auseinandersetzen können. Alle sollen einbezogen sein, damit Wilhelmsfeld ein lebenswerter Ort bleibt und seinen Charakter als Premiumwohnort ausbauen kann.

Rainer Stüwe